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Braunlage
Neu für Autofahrer: Parkgebühr per SMS bezahlen
BRAUNLAGE. Es ist für Stadt und Autofahrer bequem und soll mehr Geld ins Stadtsäckel spülen: Vom 1. Januar an sollen Verkehrsteilnehmer ihre Parkgebühr per SMS bezahlen können. Bürgermeister Stefan Grote stellte dieses Pilotprojekt dem Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus, Freizeitgestaltung und Soziales vor.
„Es ist ganz einfach und narrensicher“, betonte der Verwaltungschef. „Die Autofahrer schicken eine SMS mit ihrem Kennzeichen an die Telefonnummer, die am Parkscheinautomaten steht und tragen dann die Tarifzone ein, die auf dem Automaten vermerkt ist. Anschließend wird noch die gewünschte Parkdauer eingetragen, und das war’s schon“, sagte er.
Für Grote hat dieses zusätzliche Angebot an die Verkehrsteilnehmer einige Vorteile. Er betonte allerdings, dass nach wie vor weiter mit Münzeinwurf und Ziehen des Parkscheins die Gebühr gezahlt werden kann. „Beim neuen System kann der Autofahrer allerdings während der Wanderung oder des Kaffeetrinkens nachlösen, in dem er eine weitere SMS verschickt“, sagte er.
Weiter könnten dann auch die Motorradfahrer richtig erfasst werden. „Mit denen haben wir häufig Ärger“, erklärte der Bürgermeister. Viele Kradfahrer würden behaupten, sie hätten die Parkgebühr entrichtet, der Parkschein sei aber entweder weggeflogen oder entwendet worden. „Wenn sie die Gebühr dann aber per SMS gezahlt haben, können wir das leicht nachvollziehen und die langen Diskussionen haben ein Ende“, sagte er.
Die Politessen erhalten spezielle Handys, auf denen die Kennzeichen der Verkehrsteilnehmer aufgeführt werden, die ihre Parkgebühr entrichtet haben. „Wer nicht gezahlt hat, bekommt ein Knöllchen.“
Dabei ist die Suche nach den Kennzeichen laut Grote in der Praxis gar nicht so kompliziert, wie sich das zunächst anhört. „Unsere Mitarbeiterinnen geben beispielsweise das ,M’ für München ein, und dann werden alle Münchner Verkehrsteilnehmer erfasst, die in Braunlage ihre Parkgebühr gezahlt haben“, erklärte er. „Der Aufwand ist nur geringfügig höher als bei dem jetzigen System, denn da müssen die Politessen ja auch um den Wagen herumgehen und den Parkschein suchen.“
Gedruckte GZ: Wie hoch die Kosten für die Umstellung sind und mit welchen Mobilfunkanbietern die Stadt zusammenarbeiten will, lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe.
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