Braunlage

Verkehrswacht stellt Messgerät auf: Unfallzahlen sollen reduziert werden

27.07.2010
Von Michael Eggers

Verkehrswacht stellt Messgerät auf: Unfallzahlen sollen reduziert werden

BRAUNLAGE. Die Verkehrswacht Harz hat auf der B4 zwischen Braunlage und Hohegeiß, am Scheitelpunkt des Kesselberges, ein gut einsehbares Tempo-Messgerät aufgestellt. „Damit wollen wir die Unfallzahlen in diesem Bereich senken“, sagt Vorsitzender Wolfgang Langer.

Die schweren, zum Teil tödlichen Motorradunfälle in den vergangenen Wochen auf der B4 in diesem Bereich hatten den Vorstand der Verkehrswacht Harz, Braunlage und Umgebung, auf den Plan gerufen. In einer Vorstandssitzung thematisierte der Verein die Unfälle und prüfte, so Langer, ob „neben den bereits etablierten und stimmigen Präventionsmaßnahmen weitere effektive Möglichkeiten der Vorbeugung greifen können.“

Der Vorstand sei schnell zu dem Ergebnis gekommen, das vereinseigene Geschwindigkeitsdisplay als „optische Mahnung“ für Motorradfahrer zur Geschwindigkeitsreduzierung zu nutzen. „Bislang hat es funktioniert“, berichtet Langer. Am vergangenen Wochenende sei während eines zweistündigen Zeitraums, in dem Mitglieder des Vorstands in diesem Bereich gestanden hatten, niemand zu schnell unterwegs gewesen.

Als geeigneten Standort hat die Verkehrswacht den Scheitelpunkt des Kesselberges in Höhe des Parkplatzes am Anfang einer nicht einsehbaren Linkskurve ausgemacht. Nach Rücksprachen und in Abstimmung mit der Polizeistation Braunlage und der Straßenmeisterei des Ortes ist das Tempo-Messgerät am Samstagmorgen aufgebaut worden. Vor allem während der nächsten Wochenenden soll es in dieser „70er Geschwindigkeitsbegrenzungs-Zone für Motorräder“ zum Einsatz kommen.

Die ersten Beobachtungen hätten allerdings gezeigt, so der Vorsitzende weiter, dass dieses Gerät in erster Linie ungewollt Autofahrer anspreche, die – trotz ihrer bereits angemessenen Geschwindigkeit – nochmals reduzierten. Doch auch die Motorradfahrer scheinen die unübersichtliche Straßenführung, zumindest in Zusammenhang mit dem Geschwindigkeitsdisplay, zu respektieren. „Wir haben bewusst einen Zeitraum mit starkem Auto- und Motorradausflugsverkehr gewählt“, betont Langer.

Dabei sei allerdings nicht der einzelne „Rennfahrer“, der bekanntermaßen zwischen 17.30 und 20 Uhr die Harz-Straßen für sich beansprucht, unterwegs gewesen. „Diese Spezies sind ein Fall für die Polizei mit ihren repressiven Möglichkeiten“, sagt er. Langer berichtet, dass dieses Gerät in diesen Tagen noch einmal abgebaut werde, um es aufzuladen, damit es am nächsten Wochenende wieder rund um die Uhr im Einsatz ist.

Gedruckte GZ: In der Mittwoch-Ausgabe sind die weiteren Maßnahmen zu lesen, die ergriffen werden, um die Unfallzahlen zu senken.

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Kommentare

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bluedevil1200 schrieb am 27.07.2010 22:40

Hauptsache diese Massnahme funktioniert wirklich und schlägt nicht in´s Gegenteil um. Mal schauen, wann die ersten möchte gern Rossis ihre Videos mit der höchsten Geschwindigkeit im Display bei youtube, etc. einstellen.

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Hella schrieb am 28.07.2010 07:59

genau das haben wir auch gedacht als wir das gestern gesehen haben, denke spätestens am Samstag werden die ersten Highscore Listen im Netz auftauchen....

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vollekanne schrieb am 28.07.2010 08:52

woanders gibt es polizisten auf motorrädern die solche irren hinterher fahren und anhalten warum nicht hier???

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studie schrieb am 28.07.2010 10:32

wahrscheinlich, weil die Messanlage einmalkosten sind. Die wurde mit sicherheit an einer anderen Stelle abgebaut und hier wieder auf. Das hat nur die Schraubarbeit gekostet sonst nichts. Polizei auf Motorrad... das würde stündlich Geld kosten. Das hat der Landkreis wohl nicht über für das Wohl seiner Bürger und Besucher. Kommen sollen die Touristen, nur Kosten dürfen sie nichts.

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Balu schrieb am 28.07.2010 13:07

Ein Polizist auf einem Motorrad wäre mit der Verfolgung und Ahndung überfordert . Die Technik lässt es ohne weiteres und kostengünstig zu , das die Polizei , wenn es denn zu den oben besagten Rennen kommt , mitfilmt und dies auch Gerichtsverwertbar. Und dann , an geeigneter Stelle eine Anhaltekommando damit der Fahrer auch dokumentiert wird . Bei sonstigem Kleckerkram laufen die Herren und Damen in dunkelblau ja auch zur Höchstform auf . Warum nicht hier ?

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Nachdenker schrieb am 28.07.2010 21:16

Und nochmal... nicht gleich wieder loswettern, erstmal genauer informieren. Motorisierte Polizisten in Zivil sind längst unterweg und manch einer von uns Bikern hat auch schon Bekanntschaft mit Ihnen gemacht. Ich selber bin am Sonntag mit einer Gruppe an dieser Anzeigetafel vorbei gefahren und wir alle und auch andere, die wir in diesem Bereich gesehen haben, haben sich sehr wohl an die vorgeschriebenen 70 KM/h gehalten. Leider waren es hier eher die Autofahrer, die dann noch langsamer wurden. Die Krönung war dann aber ein Autofahrer, der unsere gesamte Gruppe mit viel höherer Geschwindigkeit überholt hat und Motorradfahrer im Gegenverkehr massiv gefährdete. Mal wieder ein Beweiss dafür, dass es eben auch unter den Autofahrern genauso wie bei den Motorradfahrern hirnlose Idioten gibt. Aber er hat uns dann eben mal gezeigt, dass er auch überholen kann.

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Harz2010 schrieb am 29.07.2010 14:50

Schaut euch doch das Foro einmal genau an. Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot, usw.

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Nachdenker schrieb am 29.07.2010 19:58

@Harz 2010 Was heißt denn usw.???? Wenn man etwas finden will, kann man nach langem suchen immer etwas finden. Der dritte von hinten hat wahrscheinlich wenig Profil und beim ersten ist der linke Blinker kaputt. Lächerlich dieser Kommentar.

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studie schrieb am 30.07.2010 18:22

Harz2010:"§ 2 Straßenbenutzung durch Fahrzeuge (1) Fahrzeuge müssen die Fahrbahn benutzen, von zwei Fahrbahnen die rechte. Seitenstreifen sind nicht Bestandteil der Fahrbahn..." Quelle StVO. (findet man über Google ganz einfach) Vielleicht erst einmal gucken was Rechtsfahrgebot überhaupt bedeutet. Sowas bezieht sich immer auf mehrere Spuren und nicht auf eine Spur. Jeder Autofahrer der beim Fahren mehr zur Mitte tendiert, verstieße ja sonst ebenfalls gegen Ihr Rechtsfahrgebot. Aber hey, wenigstens haben wir mal darüber geredet!

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KUS schrieb am 30.07.2010 20:19

Danke, Nachdenker. Da kann ich mir einige ätzende Zeilen sparen. Wem sein Leben lieb ist, fährt vorsichtig und rücksichtsvoll - und kann es dennoch verlieren. Wer die Pistensau raushängen läßt, sollte mit Konsequenzen rechnen. Natürlich vorher, weil es hinterher nicht mehr geht. Ach ja: Die Fußraste des dritten Motorrads ragt eindeutig über die Sperrlinie - pfui Deibel! Hej Studie, richtig zitiert. Es ist aber hierzulande Brauch, rechts zu fahren, damit man nicht in den Gegenverkehr gerät. ... also rechts von der Mittellinie. In England z.B. wäre es dann doch nicht zweckmäßig;-)

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