Braunlage

Sommereis im Stadion lockt Vereine

16.07.2010
Von Ina Seltmann

Sommereis im Stadion lockt Vereine

BRAUNLAGE. Die angenehmsten Arbeitstemperaturen im Harz hat derzeit wohl Uwe Bartels, Betriebsleiter des Braunlager Eisstadions. Doch trotz der Minusgrade kommt er ins Schwitzen: Denn die Saison beginnt am Sonntag. Bis dahin muss das Eis bis zu drei Zentimeter dick sein.

Allerdings geht es für das öffentliche Publikum bei stabil gebliebenen Eintrittspreisen erst am Dienstag im Eisstadion richtig los. Ab Sonntag wird das Stadion von einer Eishockeyschule aus Hessen genutzt. Schüler und Jugend trainieren in Braunlage bis zum darauf folgenden Samstag.

Darüber ist Kurdirektor Christian Klamt froh. Seit einigen Jahren werde die Strategie verfolgt, die Saison frühzeitig zu starten und das Stadion parallel für Trainingslager zu vermieten. Das Werben bei zahlreichen Vereinen zahle sich nun aus, es gebe sogar Stammgäste, die sich in der Umgebung sehr wohl fühlen, freut sich Klamt über den positiven Nebeneffekt für die Beherbergungsbetriebe.

Allein durch den öffentlichen Lauf würden sich die hohen Energiekosten nicht tragen lassen, so Klamt. Doch in dieser Saison gibt es damit keine Probleme, die Nachfrage nach Sommereis ist sehr groß. Acht Trainingslager mit Vereinen aus fünf Bundesländern buchen das Braunlager Eisstadion bis Ende September. Eine logistische Herausforderung auch in der Terminplanung: Denn die Termine der Trainingslager müssen in die öffentlichen Laufzeiten eingebaut werden, ebenso wie der Wurmberg-Cup vom 20. bis 22. August. Daher gelten bis Ende August geänderte Öffnungszeiten.

Die Außenbedingungen für den Saisonstart stimmen bereits. Das „Standardprogramm“ mit Malerarbeiten und Instandsetzungen ist überwiegend in Eigenleistung schon über die Bühne gegangen. Auch die TÜV-Überprüfung der Kälteanlagen Ende Mai brachte ein gutes Ergebnis: Es wurden keine Mängel festgestellt. Aus Betriebssicherheitsgründen werden die Kompressoren minutiös gecheckt. Nun fehlen nur noch Restmilimeter, damit das erste Trainingslager am Sonntag starten kann. Mit Fingerspitzengefühl legt Bartels die Eisschicht an. Während der kühleren Nachttemperaturen wird nach und nach Wasser aufgebracht, um die 1.800 Quadratmeter Betonfläche in ein bespielbares Eisstadion zu verwandeln. Derzeit wird tagsüber bei einem Temperaturunterschied von 40 Grad gearbeitet.

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