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Braunlage
Kritischer Fragenkatalog zur Fusion mit St.Andreasberg
BRAUNLAGE. „Butter bei die Fische bringen.“ Salopp formuliert ist dies das Ziel eines Antrags, den CDU-Ratsherr Dr. Günter Benne zur nächsten Ratssitzung einbringt. Detailliert hinterfragt der einstige Braunlager Verwaltungschef dabei die Belastungen, die bei einer Fusion mit St. Andreasberg auf Braunlage zukommen könnten.
Die Basis für den dreiseitigen Fragekatalog liefert der Entwurf des Gebietsänderungsvertrages, den die „Lenkungsgruppe“, gebildet aus Vertretern beider Städte, am Donnerstag weiter berät. Dabei könnten einzelne Fragen Dr. Bennes durchaus Sprengkraft entfalten.
Ausgangspunkt jedoch ist für Benne nachvollziehbar die Vorgabe, dass eine Fusion zwischen Braunlage und St. Andreasberg nur dann im Interesse der Braunlage Bürger liegen könne, wenn dieser Zusammenschluss „wenigstens kostenneutral“ zu realisieren wäre. Dies sei zwingend erforderlich, denn angesichts des Gesamtfehlbetrages in Höhe von mehr als 7 Millionen Euro bei Gesamt-Jahreseinnahmen von 8,5 Millionen Euro im Braunlager Haushalt seien „jedwede zusätzliche finanzielle Belastungen zu vermeiden“.
Und solche Belastungen sieht der Braunlager Ratsvorsitzende vielfach drohen. Dies bezieht sich nicht allein auf den Schuldenstand der Bergstadt. Der erfahrene Verwaltungsjurist sieht auch die Gefahr von „Personalüberkapazitäten“ und -mehrkosten „für viele Jahre“, wenn die Bediensteten der Bergstadt übernommen würden. Weiter fragt er nach der Zukunft der Fremdenverkehrsstrukturen in der neuen Stadt.
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