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Braunlage
600 Ingenieure und Meister bilden sich in Braunlage fort
BRAUNLAGE. Es musste das erste Mal wieder eine Warteliste für das Großseminar des Verbandes der Bau-Ingenieure und -Meister (VDBUM) eingeführt werden. Mehr als 600 Mitglieder bilden sich seit gestern und noch bis Freitag fort. Prominentester Redner ist der ZDF-Wissenschaftsredakteur Dr. Joachim Bublath.
„Wir haben die Warteliste dann aber doch nicht anwenden müssen, weil wegen des schlechten Wetters oder anderer Termine Teilnehmer abgesagt hatten“, berichtet Udo Kiesewalter, der VDBUM-Geschäftsführer und Mitglied des Vorstandes ist. Er freut sich über die Resonanz, die größer ist, als vergangenes Jahr und wegen der Wirtschaftskrise nicht selbstverständlich sei.
Das 40. Großseminar im kommenden Jahr ist bereits für Braunlage gebucht. „Dann laden wir auch mal den Bürgermeister und den Kurdirektor ein“, sagt Kiesewalter. Zudem soll 2011 auch wieder der VDBUM-Festball im Maritim-Berghotel stattfinden. Auf dieses gesellschaftliche Ereignis werde in diesem Jahr wegen der mangelnden Resonanz der Vorjahre verzichtet. „Dafür wird dann das Interesse kommendes Jahr umso größer sein“, meint Kiesewalter.
Für die Stadt seien die VDBUM-Mitglieder ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Wir kommen seit 1975 ins Maritim“, sagt der Geschäftsführer. Seit dieser Zeit hätte der Verband insgesamt 45.000 Übernachtungen gebucht. „Wir fühlen uns in Braunlage halt sauwohl“, betont er.
Das schlechte Wetter in diesen Tagen stört den Verband zudem überhaupt nicht. „Da lenkt wenigstens wenig von den Seminaren ab“, sagt Kiesewalter. Diese Fortbildungen werden hauptsächlich von den Unternehmen Zeppelin, Wacker und Stihl unterstützt. Diese Firmen haben rund um das Berghotel große Baumaschinen aufgestellt. Und auch das Foyer des Hotels sowie einige Tagungsräume ähneln derzeit eher Messeständen. „Wir haben insgesamt 40 Aussteller“, berichtet er.
Dabei steht ein Projekt der Universität Bochum im Mittelpunkt des Interesses. Die Hochschule stellt ihre Planung vor, von 2014 an Waren im Ruhrgebiet mit Europaletten auf einer Strecke von 85 Kilometern unterirdisch über eine Art riesiges Rohrpostsystem zu transportieren. Der Antrieb soll dabei elektromagnetisch erfolgen. „Genau wie beim Transrapid“, meint Kiesewalter.
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