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Bad Harzburg
Zu wenig Parkplätze für die Feuerwehr
Wenn ein Einsatz ist, kommen die Feuerwehrleute mit ihren Privatwagen zum Feuerwehrhaus und müssen die schnell irgendwo hinstellen. Nur wo? Der Bauausschuss schaute sich vor Ort um, sah das Problem und löste es auch bis zu einem gewissen Maße. Foto: Schle
BAD HARZBURG. Wenn die Feuerwehr ausrücken muss, kommen die Feuerwehrleute mit ihren Autos zur Wache geeilt – und müssen die Pkw schnell irgendwo hinstellen, um sich auszurüsten und die Einsatzwagen zu bemannen. Nun sind aber durch den Ausbau der Bad Harzburger Feuerwache einige Parkplätze weggefallen.
Die Politik soll jetzt darüber nachdenken, wo man am Holzhof noch Platz für Autos schafft. Letztlich empfahl der Bauausschuss eine Variante mit 17 reservierten Stellplätze. Aber wenn man irgendwann feststelle, dass das nicht reiche, könne man immer noch einmal neu nachdenken. Die Feuerwehr hatte sich 23 Plätze erhofft, vorgeschrieben wären sogar 59.
Gedruckte GZ: Warum die Politik letztlich die kleinste Variante bevorzugt, wo die Parkplätze entstehen und wie viele öffentliche Parkplätze dafür geopfert werden müssen, lesen Sie in der Samstag-Ausgabe.
Kommentare
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Warum wurde die Erweiterung der Feuerwehrwache bei fehlendem Nachweis der vorgeschriebenen 59 Parkplätze überhaupt genehmigt ? Hier sollten sich die beteiligten mal fragen, ob die Politik überhaupt der Ansprechpartner ist. Im Regelfall würde bei fehlendem Nachweis von notwendigen Stellplätzen keine Baugenehmigung erteilt werden. Also gibt es vermutlich eine entsprechende Ausnahmeregelung, welche die Feuerwehr wohl auch bewust eingegangen ist. Wenn die Stellplätze nun nicht reichen sollten, so ist dies ein Problem der Feuerwehr und nicht der Politik. Und hat es überhaupt schon Einsätze der Feuerwehr mit mehr als 17 Einsatzkräfte gegeben ?
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Sehr geehrter Herr Berg, normalerweise äußere ich mich ja nicht zu den zum Teil unter niedrigstem Niveau publizierten Internetkommentaren. Allerdings muss ich in Ihrem Fall einige Klarstellungen tätigen. Der Feuerwehr Bad Harzburg war es im Vorfeld schon bewusst, dass der gewählte Innenstadtstandort problembelastet ist. Eine Alternative wäre nur die Auslagerung gewesen. In vielen Studien und Probefahrten stellten wir aber fest, dass es keinen besseren Standort gibt, ohne dass wir die geforderten Hilfsfristen (d.h. nach 8 Minuten muss eine Gruppe bei einem kritischen Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr im 2. OG vor Ort sein und die ersten Maßnahmen eingeleitet haben, abzüglich einer Dispositionszeit von 1,5 bis 2 Minuten und einer Ausrückzeit von ca. 4 Minuten) hätten einhalten können. ...
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Bei einer Wache im Außenbezirk wäre dies nur mit hauptamtlichen Kräften machbar, welches bedeuten würde, dass nur bei einer Wachbesetzung von 8 Mann im 24 Stundendienst entsprechend 24 Mitarbeiter in Vollzeitbeschäftigung (Ohne Krankheit/ Urlaub etc.) beschäftigt werden müssten. Bei einem Mindestverdienst von 35.000.- Euro brutto wären hier mindestens 850.000.- Lohnkosten jährlich erforderlich!!! Und dann wären nur 8 Einsatzkräfte vor Ort. Benötigt werden aber spätestens nach 15 Minuten mindesten weitere 8 Einsatzkräfte und ganz zu Schweigen bei einem Mittel- oder Großbrand, von denen wir auch immer mehrere pro Jahr haben. Und wenn nun die Feuerwehreinsatzkräfte von normalerweise 59 erforderlichen Parkplätzen 24 fordern, so ist dies bestimmt keine übertriebene Forderung, sonder sie zeigt, wie besonnen die Feuerwehr mit den vorhandenen Ressourcen umgeht.
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Wenn Sie in ihrem Beitrag anzweifeln, dass es noch keinen Einsatz gegeben hat wo 17 Einsatzkräfte benötigt werden, dann frage ich mich, wo sie die feuerwehrtechnische Ausbildung absolviert haben, dass Sie solche konkreten Äußerungen kundtun. Schon bei einem Kleinalarm werden ca. 25 Einsatzkräfte alarmiert. Allein bei einer Auslösung einer Brandmeldeanlage in einem Altenheim müssten rein rechnerisch je nach Größe mindesten ein bis zwei Löschzüge eingesetzt werden. Ein Löschzug besteht in der Regel aus 4 Einsatzfahrzeugen und 22 Einsatzkräften. Alleine im Jahr 2011 rückte die Ortsfeuerwehr Bad Harzburg 200 mal aus um den Bürgern der Stadt Bad Harzburg Hilfe zu leisten. Ich kann nur davor eindringlich warnen, die Hetzkampagnen gegen die Feuerwehr im allgemeinen, wie sie in der letzten Zeit immer häufiger werden, einzustellen, ansonsten werden sie und die Bürger vor einem unbezahlbaren Scherbenhaufen stehen.
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Jede von uns ehrenamtliche Einsatzkraft steuert einen nicht unerheblichen eigenen finanziellen Teil und einen noch weitaus größeren Freizeitanteil dazu bei, dass die Freiwillige Feuerwehr existiert. Ich darf Sie Herr Berg ganz herzlich dazu einladen, zukünftig bei uns mit zu arbeiten oder als förderndes Mitglied einer der Ortsfeuerwehren beizutreten. Vielleicht schildern Sie auch einmal, welchen Beitrag Sie für das Allgemeinwohl der Bürger der Stadt Bad Harzburg leisten! Unsere Leistungen können sie fast jeden Tag unter www.ff60.net nachlesen!!!! Und nur soviel sei dazu noch angemerkt, es gibt eine ganze Reihe von Feuerwehreinsatzkräften die jährlich bis zu 1500 Stunden Feuerwehrarbeit leisten, dies ist locker ein zweiter Vollzeitjob!
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Auch die Ausgaben von Feuerwehr unterleigen demokratischer Kontrolle. Deshalb spricht es nicht gerade für das Demokratie-Verständnis von Herrn Fricke, wenn diesbezügliche Kritik als Hetzkampagne abgetan wird. Am Standort der Harzburger Feuerwehr geht es relativ eng zu. Eine wirkliche Behebung des Problems durch Abriß von Gebäuden in der Nachbarschaft oder gar durch Bau eines Feuerwehr-Parkhauses dürfte recht teuer werden. Die Feuerwehr die Suppe ganz alleine selber eingebrockt, indem sie die Betriebsgebäude vergrößert hat, ohne das Parkplatzproblem zu bedenken. Jetzt sollte sie diese Suppe auch selbst auslöffeln und nicht schon wieder nach Geld schreien.
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Die Vorschrift von 59 Parkplätzen halte ich für ziemlich überzogen aber typisch für unsere Feuerwehrgesetzgebung. Die Feuerwehr-Lobby setzt beim Land immer weitergehende Vorschriften durch, die dann bei den Kommunen zu enormen Ausgaben führen. Auf diese Weise ist die absurde Situation entstanden, daß die Orte schrumpfen und die Feuerwehrn immer weiter wachsen. Das kann so nicht weitergehen. Die Feuerwehr sollten sich ein Beispiel an dem viel wichtigeren und trotzdem effizienter organisierteren Unfallrettungsdienst nehmen. Die völlig unterschiedliche Entwicklung beider Notfalldienste ist alleine durch die viel besseren politisch Einflußmöglichkeiten der Feuerwehrn und Nach-Mir-Die-Sintflut-Kommunalpolitikern entstanden. Man wird das Problem wohl nur lösen können, wenn man Gemeinden die Zuständigkeit für die Feuerwehr entzieht. Dadurch wird dann leider auch Bürgernähe verloren gehen.
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Sehr geehrter Herr Fricke, vielen Dank für Ihre ausführliche Kommentierung zu meinem Kommentar. Ihre Einleitung und Schlußkommentierung zeigt jedoch, dass Sie selbst einem viel niedrigeren Niveau unterliegen. Mein Anliegen war nicht die eigentliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr zu kritisieren oder eine Hetzkampagne gegen die Feuerwehr zu starten, sondern auf die offenkundigen Fehler in Bauantragsphase hinzuweisen. Freiwillige Arbeiten für die Allgemeinheit verdienen die uneingeschränkte Anerkennung, daraus jedoch Forderungen abzuleiten und die übrigen Bürger zu beleidigen zeigt Ihre persönliche Selbstherrlichkeit und Fehlinterpretation zum Thema Freiwillige Tätigkeiten für das Allgemeinwohl. Ihre sonstige Argumentation ist dennoch interessant. Abschließend ist anzumerken, dass jeder Bürger der Stadt Bad Harzburg, oder als Berufstätiger in Bad Harzburg, für das Allgemeinwohl der Stadt Bad Harzburg als direkter oder indirekter Steuerzahler sorgt!
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Sehr geehrter Herr Berg, selbstverständlich war es nicht meine Absicht, Sie oder die Bürger zu beleidigen. Andererseits möchte und muss ich mir hier weder Selbstherrlichkeit noch Fehlinterpretation zum Thema Freiwillige Tätigkeiten für das Allgemeinwohl vorwerfen lassen. Und die These, dass ein Steuerzahler ebenso zum Wohle der Allgemeinheit beiträgt, wie freiwillige Feuerwehrleute, die ihre Gesundheit für andere Menschen aufs Spiel setzen (und nebenbei übrigens ebenfalls Steuern zahlen), halte ich für sehr gewagt. Ich glaube aber, es ist an der Zeit, dass sich die Gemüter wieder beruhigen. Aber Sie werden bitte verstehen, dass viele Feuerwehrkameraden angesichts der zum Teil üblen Art und Weise, in der einige Kommentatoren hier über die Feuerwehr herziehen, sehr sensibel reagieren. Aber noch einmal kurz und für mich abschließend zur Sache: Wir fordern nichts.
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Wir versuchen lediglich, zusammen mit Politik und Verwaltung Lösungen zu finden, wie und wo Feuerwehrkamraden im Einsatzfall ihr Pkw abstellen können, ohne dass dafür großartig öffentlicher Parkraum reserviert werden muss. Es geht hier aber auch nicht um den teuren Neubau irgendwelcher Parkplätze oder gar Parkdecks. Davon war nie die Rede. Der Ortstermin diente lediglich dazu, zu schauen, wo auf vorhandenen Straßenflächen und auf dem Feuerwehrgrundstück Parkplätze ausgewiesen werden können. Die Kosten dafür belaufen sich auf das, was einige Eimer Markierungsfarbe kosten. Und wie gesagt: 59 Plätze wären theoretisch vorgeschrieben (was aber nichts mit dem Bauantrag zu tun hat), mit 24 könnten wir gut leben. Das ist weniger als die Hälfte. Nur bei den jetzt vorgesehenen 17 Plätzen wird es im Falle größerer Einsätze zu eng.
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Wenn das nur ein paar Eimer Farbe kostet, dann ist doch alles in Ordnung. Verkehrsmässig ist Harzburg sowieso schon völlig verhunzt. Da kommt es auf 8 Parkplätze auch nicht mehr darauf an. Ich versteh bloß nicht, was dann der ganze Artikel soll.
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... aber warum hat man jetzt erst festgestellt, dass zu wenig Parkraum für die Einsatzkräfte vorhanden ist? Das hätte doch schon bei der Planung ersichtlich sein müssen, dass diese Vorgaben von Anfang an nicht eingehalten werden konnten! Wenn durch einen Neubau auch die Gebäudefläche erheblich erweitert wird, ist doch das logische Ergebnis, dass sich die restliche Nutzungsfläche, bei einem vorgebebenen Areal, vermindert. Das hätte eigentlich spätestens der Architekt erkennen müssen.
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Frau Bothe beschreibt den Sachverhalt kurzum richtig. Genau diese Fragen stellen sich. Hierzu hat die Freiwillige Feuerwehr, personifiziert in den Kommentaren durch Herrn Fricke, sicherlich Argumentationsschwierigkeiten. Die Empfehlung des Bauausschusses der Stadt Bad Harzburg erscheint insofern sinnvoll und, bei den genannten Zahlen zum Thema Vorhaltung von Stellplätzen, als angebracht. An Herrn Fricke sei nochmals deutlich gesagt, dass es hoffentlich keine Zweiklassengesellschaft nach Ihren Thesen gibt. Sollte es dennoch das allgemeine Kredo der Freiwilligen Feuerwehr sein so sollte dies nachdenklich stimmen.
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Man hatte es seinerzeit gewusst !!!!! Ich habe eben alle Sitzungsprotokolle durchgelesen, die sich mit der Thematik befasst haben. In einem geht es darum, ob man denn an den Neubau noch einen Raum für die AWO anbaut ! Als Gegenargument kommt dann die Aussage : "Es würden dann ja noch mehr Parkplätze wegfallen" ! Aus dieser Aussage lese ich ganz klar, das man seinerzeit diese Problematik mit dem Parkraum gesehen hat. Ich kann mich auch dunkel daran erinnern, das über die Parkplatzfrage in 2008 und 2009 diskutiert wurde. Einen eindeutigen Hinweis darauf finde ich allerdings in keinem Protokoll ! Aber der Querverweis mit der AWO zeigt es auf. Man hat es gewusst !
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Wenn diese Probleme von Anfang an bekannt waren, frage ich mich umso mehr, warum sich der Bauausschuss erste jetzt, nach Gebäudefertigstellung, auf dem Gelände umgesehen hat? Ich war eigentlich der Ansicht, dass der Parkplatz am Holzhof durch den Neubau des Gebäudes komplett der Feuerwehr zur Verfügung stehen würde. Oder íst der restliche Parkraum nun in Firmenbesitz?
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