Bad Harzburg

Wanderland Bad Harzburg: Herbe Kritik und schwere Entscheidungen

27.12.2011
Von Werner Beckmann

Wanderland Bad Harzburg: Herbe Kritik und schwere Entscheidungen

Bergbahn und Tourist-Information sollen im „Wanderland“ Bad Harzburg die Eckpfeiler eines „Wander-Kompetenzzentrums“ werden. Foto: Schlegel

„Großes Potenzial, aber...“ - das Europäische Tourismus-Instituts (ETI) lieferte ein Konzept und zeigte einen gangbaren Weg ins „Wellness-Wanderland“ auf. Das Aber jedoch fiel weit größer aus, als es die Bad Harzburger erwartet haben dürften.

Um auf dem boomenden Wandermarkt bestehen zu können, werde es „Bewusstseinsänderungen“ in der Tourismusbranche und Geld brauchen.  Die Kurstadt steht vor schweren Entscheidungen.

Harter Tobak war die Analyse von den ETI-Mitarbeitern Prof. Heinz-Dieter Quack und Peter Hübner auf weiten Wegstrecken durch das bestehende „Wellness-Wanderland“. Das fing bereits bei der Bezeichnung an. Mit nur einem „echten“ Wellness-Hotel und der Therme sei der ohnehin „inflationär“ verwendete Begriff Wellness im Vergleich zu Mitbewerbern kaum ernsthaft aufrecht zu erhalten.

Die Stadt insgesamt müsse „das Thema Wandern“ leben und sichtbar machen, sonst sei kein Blumentopf zu gewinnen. Dies setze allerdings auch voraus, dass sich das Stadtmarketing stärker auf das Themenfeld konzentriere. Prof. Quack plädierte für einen „Wander-Manager“ und forderte, die Tourist-Information in ein „Wander-Kompetenzzentrum“ zu verwandeln.

Investiert werden müsse aber auch in die Wander-Infrastruktur. Auf diesem Feld liefere die Natur beste Grundlagen und gebe es insbesondere auf der „Burgberg-Seite“ sehr gute Wanderwege. Insgesamt aber weise das Portfolio viel zu viele Schwächen auf.

Gedruckte GZ: Was die Experten im Detail kritisieren und wie Lösungsansätze aussehen könnten, lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe.

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Kommentare

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Rainer Wittmann schrieb am 28.12.2011 21:16

Na da hat man mal wieder einen tollen Partner gefunden! Der Name klingt nach EU und Euro und damit nach Monster-Bürokratie und genau so etwas scheinen die mit Bad Harzburg im Schilde zu führen. Zu was bitte braucht ein Wanderer einen „Wander-Manager“ und ein „Wander-Kompetenzzentrum“? Konzept kostspieliger bürokratischer Unfug, kann ich das nur nennen. Wenn es überhaupt ein „Wander-Kompetenzzentrum“ gibt, dann ist es das Internet. Dort kann man sich reichlich GPS-Routen und andere Anregungen für Wanderungen holen. Wenn man im Internet nach dem ETI sucht, dann stößt man auf eine Web-Adresse die mittlerweile an einen Veranstalter für Ägypten-Reisen verkauft wurde. Das Firma selber ist eine Ausgründung der Uni Trier. Wenigstens hat dieser "Professor" einen passenden Namen. Harzburg sollte aber mit diesem Partner schleunigst Schluß machen.

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Andreas Marquardt schrieb am 30.12.2011 09:13

zum thema EU/EG Sollten wir uns als Deutsche nicht einmal wieder auf unser eigenes Staatsbewustsein besinnen. Überall in und um den Harz wird von Stellenabbau geredet. Ursprung sind doch Einwirkungen von umliegenden EU "Partnerländern". Sie fallen mit irgendwelchen Ideen und Vorschlägen bei uns ein, und wir müssen laut Brüssel alles akzeptieren. Frage ist doch eigentlich haben wir kein Volksbewusstsein mehr, um uns dagegen zu wehren. Wo ist die Wirtschaftsregion Goslar/Harz? Belgien oder Deutschland?

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