Bad Harzburg

Freizeitzentrum Harlingerode: Verjüngungskur für neue Ansichten

06.09.2010
Von Berit Nachtweyh

Freizeitzentrum Harlingerode: Verjüngungskur für neue Ansichten

HARLINGERODE. Wer lange nicht da war, wird das Freizeitzentrum möglicherweise kaum wiedererkennen: Der nüchterne 70er-Jahre-Bau hat eine fast schon elegante Fensterfront erhalten. Doch auch tief drinnen, wo eigentlich kein Besucher hinkommt, hat sich seit dem Frühjahr 2009 ganz Entscheidendes verändert.

Die Mitglieder des städtischen Bauausschusses gehören zu einem Personenkreis, der auch dorthin darf – und muss – wo andere außen vor bleiben. Beim Ortstermin ging es in Begleitung von Bauamtsleiter Thomas Beckröge und Stadtplaner Jens Schrader hinab in den Keller des Freizeitzentrums.

Denn dort steht das Herzstück des Hauses: die neue Heizungsanlage. Das moderne Gasbrennwertgerät, das im vorigen Sommer eingebaut worden war und seinen ersten harten Winter bereits gemeistert hat, ersetzte die fünf Nachtstromspeicheraggregate, die dort fast 40 Jahre lang ihren Dienst versehen hatten. „Allerdings zunehmend mehr schlecht als recht“, bemerkte Jens Schrader.

Rund 275.000 Euro hatte allein der Einbau der neuen Heizungsanlage gekostet, für die eigens eine Gasleitung zum Freizeitzentrum verlegt werden musste. Integriert ist auch die Lüftungsanlage, die Saal und Veranstaltungsräume bei Bedarf mit Frischluft versorgt – bei besonders eisigen Temperaturen aber warme Luft ins Innere pusten kann.

Aber das wird wohl kaum nötig sein. Denn mit Hilfe des Konjunkturpakets II der Bundesregierung konnte die Stadtverwaltung in Sachen Heizkostenersparnis noch einen Schritt weiter gehen, als ursprünglich geplant und weitere 285.000 Euro investieren.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde die gesamte Fassade des Veranstaltungstraktes gedämmt, zudem wurden sämtliche Fenster erneuert. An der Straßenfront entschied sich das Bauamt für Eichenholzfenster – einerseits der Optik, andererseits der besseren Haltbarkeit wegen. Markisen schützen den dahinterliegenden Saal bei zu starker Sonneneinstrahlung – sie funktionieren automatisch. Über dem Saal und der Küche wurde zudem das Dach saniert. Insgesamt eine Verjüngungskur für das Freizeitzentrum, die dem Bauausschuss in Umfang und Ausführung überzeugte.

Am optischen i-Tüpfelchen bastelt derzeit Hausmeister Uwe Andre. Er gestaltet das kleine Atrium in Eigenregie neu. Wenn dort Teich und Brunnen im Schein der nostalgischen Laterne funkeln, wird man das Freizeitzentrum auch von drinnen kaum wiedererkennen.

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Kommentare

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MS schrieb am 06.09.2010 21:29

Schön , das wir das Freizeitzentrum noch haben. Wenn ich an die letzte Kommunalwahl des Jahres 2006 denke muß ich an die Genossen denken , die das Ding abreißen wollten.Als die dann nach der Wahl zur Informationsveranstaltung geladen hatten haben sie noch rechtzeitig die Kurve gekriegt.Gut , das es dann noch renoviert wurde und im Endeffekt mehr Geld gespart hat als ein kostenexplosiver Neubau in abgespeckter Version an anderer Stelle.

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gorx schrieb am 07.09.2010 08:35

Ich Frag mich nur wofür das Gebäude Renoviert wird wenn darin eh nichts veranstaltet wird?

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MS schrieb am 07.09.2010 13:31

@gorx ; Wieso sind Sie der Meinung, das dort nichts veranstaltet wird ? Die Räume dort sind regelmäßig verbucht und am Samstag findet z.B. ein großer Herbstbasar im großen Saal statt und in den beiden Gruppenräumen eine private Veranstaltung. Jedermann kann das Objekt mieten und das ist das gute daran !

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vollekanne schrieb am 07.09.2010 14:48

wahrscheinlich meint gorx das es nicht sehr bekannt ist das man dort die räume mieten kann bzw die veranstaltungen dort stattfinden bzw werden sie nicht gross angekündigt wie z.b. der babybasar

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harzfreund schrieb am 08.09.2010 09:32

Obwohl dort anscheinend regelmässige - auch private - Veranstaltungen stattfinden, macht der ganze Komplex einen leblosen Eindruck. Haben dort nicht vor Jahren auch mal ab und zu Konzerte stattgefunden? Das Freitzeitzentrum (schlimmer Name übrigens) hat der Nicht-Harlingeröder nicht im Sinn, wenn es um Veranstaltungen geht. Warum finden die offiziellen Veranstaltungen der Stadt nicht mal hier statt, anstatt immer im Schloss Bündheim?

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YetiF schrieb am 08.09.2010 10:15

Ich will an dieser Stelle wirklich nichts gegen das Freizeitzentrum sagen. Schön, dass es das gibt, und das man das privat buchen kann, wie und wo auch immer. Aber wenn ich sehe, wo überall Gelder aus dem "Konjunkturpaket" hingehen/hingegangen sind... ich find das echt irre. - Ich dachte eigentlich das "Konjunkturpaket" sollte ursprünglich dazu dienen eben die Konjunktur zu beleben. Und mit dem Einbau von neuen Fenstern in ein Freizeitzentrum belebt man die Konjunktur??? - Aha, so so...! - Ok, die ausführenden Baufirmen hat es gefreut.

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