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Bad Harzburg
Rolle rückwärts für die Einbahnstraße
BÜNDHEIM. Unumstritten war sie nie und nun ist sie nach einem knappen Jahr Laufzeit auch noch durch den Praxistext gefallen: die Einbahnregelung im unteren Bereich der Straße Unter den Linden. Nach dem Willen des Bauausschusses soll die Regelung sobald als möglich aufgehoben werden.
Die CDU-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag eingebracht, der die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung unter Beibehaltung von Tempo 30 vorsah. Ursprünglich sollte die Einbahnstraßenregelung dem Erhalt möglichst vieler alter Linden dienen. Eine schmalere Straße hätte den erhaltenswerten Bäumen und vor allem deren Wurzelwerk mehr Raum geben sollen – unter dieser Prämisse stimmten auch die Anwohner vor einem Jahr einer Einbahnstraße mehrheitlich zu.
Doch bekanntlich kam es anders: In der Ratssitzung Ende September 2009 setzte sich die CDU mit einem Dringlichkeitsantrag durch, der das Fällen aller Linden aus optischen und pragmatischen Gründen vorschlug. An der Idee der Einbahnstraße wollte die Politik aber damals dennoch festhalten.
Nun also die Rolle rückwärts, nach der sich erst noch erweisen muss, ob mit dem beidseitigen Befahren und vor allem Beparken der schmalen Straße nicht neue Probleme entstehen. Auf Vorschlag der SPD sollen Unter den Linden die Autos am Straßenrand künftig wieder auf beiden Seiten (und aus beiden Richtungen kommend) parken können. Alternierend – also abwechselnd so, dass die Straße gut befahrbar bleibt. Auf spezielle Markierungen soll verzichtet werden – das wirke weniger bevormundend, spare aber auch Geld, wie Jürgen Dröfke vom Bauamt anmerkte. Weil schon während der Bauausschusssitzung Befürchtungen laut wurden, dass sich die Dinge ohne Markierung nicht „selbst regulieren“, soll eine Testphase bis zur ersten Bauausschusssitzung 2011 vereinbart werden.
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