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Bad Harzburg
Harzburger Musiktage: Zäsur für unbelasteten Neuanfang
BAD HARZBURG. Die Dirigentin bleibt, das Orchester wechselt komplett. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung soll am 17. September der Vorstand der Gesellschaft zur Förderung der Harzburger Musiktage um Vorsitzende Eva Csaranko wieder komplettiert werden, nachdem sich vier von fünf Mitgliedern der Führungsriege zurückziehen.
„Wir machen den Weg frei“ bemühte Noch-Vorstandsmitglied und KTW-Geschäftsführer Bernd Vollrodt einen Werbeslogan, um die aktuelle Situation zu umreißen. Vollrodt und Bürgermeister Abrahms, die dem Vorstand kraft Amtes angehören, hatten bereits bei der Mitgliederversammlung im Juni ihren Rückzug vorbereitet.
Ihnen machte dabei ein Vorstoß der Vorsitzenden Eva Csaranko den Weg frei, die über eine Satzungsänderung den Vorstand erweitern wollte. Bis zu neun Personen können ihm zukünftig angehören, alle aber sollen von der Mitgliederversammlung gewählt werden.
Lange Erfahrung
Dieser Vorstoß und die Art und Weise, wie er vorgetragen worden sei, so Musiktage-Geschäftsführer Rudolf Nabert, habe wesentlich dazu geführt, dass er sich nach 30 Jahren zurückziehe. „Reine Mehrheitsbeschaffung“ hielt er der Vorsitzenden vor, konstatierte jedoch zugleich, dass die Zusammenarbeit im Alltag im Interesse der Musiktage ansonsten im Grunde zielgerichtet gewesen sei. Das Revirement an der Spitze der Musiktage komplettierte Joachim Brüning, der als stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister ebenfalls ausscheidet.
Vorsitzende Eva Csaranko erklärte, sie bedauere den Rückzug auf breiter Front und verzichte ungern gerade auf die jahrzehntelange Erfahrung Rudolf Naberts. Zugleich hob sie hervor, dass hinter ihr engagierte Musikfreunde stünden, die bereit seien, sich in die Vorstandsarbeit der Harzburger Musiktage einzubringen. Und eben dies wiederum, so Joachim Brüning, habe den bisherigen Vorstand bewogen, einem „echten und unbelasteten Neuanfang nicht im Wege stehen zu wollen“.
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