Bad Harzburg

Harzklub baut eine Köte in traditioneller Form

05.08.2010
Von Holger Schlegel

Harzklub baut eine Köte in traditioneller Form

BAD HARZBURG. In die Vergangenheit der Harzer Köhlerei entführt der Harzklub Zweigverein Bad Harzburg demnächst die Wanderer: Ihnen wird an der „Tiefen Kohlstelle“ eine Köte präsentiert, die nach uralten Plänen zusammengesetzt wird. Und damit ist schon der Bau eine Zeitreise – und ziemlich selten im Harz.

Köten, also die provisorischen Behausungen der alten Köhler, gibt es im Harz einige. So sind beispielsweise viele Bushaltestellen an die „Indianer-Wigwam“-Form angelehnt.

Allerdings zollen die meisten diese Hütten den modernen Bau-Techniken Tribut, gehobelte Balken, Farbe und Dachpappe werden verwendet. All das hatten beziehungsweise verwendeten die Köhler vor 100 Jahren jedoch nicht. Sie zimmerten sich ihre Quartiere mit einfachsten Mitteln: Fichtenstämme als Grundgerüst und Baumrinde als Dichtung mussten reichen.

Und genau so eine Köte möchte der Harzklub Bad Harzburg den Wanderer präsentieren. Fertig soll die Köte zum Start der Herbstwandersaison sein. Man wird sie zwar betreten können, sie ist allerdings bewusst nicht als Ersatz für eine Schutzhütte gedacht, sondern als ein Stück handfeste Geschichte. Deshalb sollen auch noch Schautafeln aufgestellt werden, die über die Tradition des Köhlerhandwerks informieren.

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