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Bad Harzburg
B4: Jetzt will der Minister anpacken
BAD HARZBURG. Kopfschüttelnd lauschte der Minister den Ausführungen von Bad Harzburgs Bürgermeister Ralf Abrahms. Seine Augen verfolgten die beiden Bauarbeiter, die allein auf der B4-Brücke werkelten.
„Um die Sache werde ich mich kümmern“, hinterließ Jörg Bode nicht allein die Anerkennungsurkunde für das „Staatlich anerkannte Sole-Heilbad“, sondern auch ein wenig neue Hoffnung, dass die Dauerbaustelle schneller verschwinden möge.
Wie sehr das Thema den Bad Harzburgern am Herzen liegt, dürfte Jörg Bode als niedersächsischer Minister für Wirtschaft und Verkehr sehr schnell an den heftigen Reaktionen der Kurstädter gemerkt haben. Angesprochen hatte das Thema Wilhelm Paul als Aufsichtsratsvorsitzender des Kur- Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe (KTW). Und Bürgermeister Ralf Abrahms leistete sofort Flankenschutz, hatte schon einen gemeinsamen Gang vom Rathaus auf die B4-Brücke geplant.
Ein Vorschlag, den Bode annahm, um sich „ein erstes Bild von der Situation machen zu können“. Dabei wurde ihm schon auf dem nicht ganz einfachen Weg über die Forstwiese-Kreuzung, die Auffahrt zu B 4 und die Verkehrsinsel von seinen Bad Harzburger Begleitern nachdrücklich vor Augen geführt, welche Bedeutung die Bundesstraße 4 für Bad Harzburg, aber vor allem auch für den gesamten Oberharz habe. Und dies insbesondere in den Wintermonaten, so KTW-Geschäftsführer Bernd Vollrodt, in denen die Tourismusbranche auf Harzer Höhen die entscheidenden Umsätze mache und in denen die Baustelle in Schnee und Eis „doppelt schwierig“ werde.
Die B4 sei das entscheidende Einfallstor in die Fremdenverkehrsregion Harz, betonte auch Bürgermeister Ralf Abrahms. Umso eindringlicher habe die Stadt auf schnelle Bauausführung gedrängt. Schon im vergangenen Jahr aber sei der Traum von einem Ende der Baustelle geplatzt, habe die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Goslar alle „auf das Jahr 2010 vertröstet“. Mit dem Ergebnis, dass dann wieder wochenlang keine Bauarbeiter zu sehen gewesen wären und nun bereits wieder eine Winterbaustelle und damit ein drittes Baujahr mit einem Nadelöhr auf der B4 sicher sei. „Untragbare Zustände“, wetterten die Bad Harzburger unisono.
Ein sichtlich konsternierter Wirtschafts- und Verkehrsminister Jörg Bode nahm die Fakten und Sichtweisen, aber auch die deutlich spürbare Verärgerung aus dem Harz mit auf den Weg nach Hannover. „Das Thema gehe ich nachdrücklich an“, versprach er Bürgermeister Ralf Abrahms beim Abschied.
Kommentare
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Danke,Herr Bode, das sie uns kümmern wolle .Wir sind froh,wenn der Baustelle früher fertig sind.
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Wenn es die zwei Bauarbeiter - womöglich noch mit Schaufeln ausgerüstet - nicht hinbekommen, ist es die reine Freude, daß es Minister gibt, die ordentlich anpacken. ... den Papierstapel unterm Arm.
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Man sollte auch die Weißwasserbrücke über die Okertalsperre (B 498) nicht vergessen. Die ist schon seit Jahren einspurig, weil das Land kein Geld für die Sanierung zur Verfügung stellt.
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Nette Beruhigungspille, die der Minister da in die Kurstadt gebracht hat. Wäre doch aber wohl in der Tat fast etwas sonderbar, wenn eine Gestalt in dieser Position wirklich mal halten sollte, was sie verspricht... Ob der FDP-Minister dem Grünen Abrahms da "nachdrücklich" zur Hand geht, wird sich zeigen. Außerdem stellt sich aus meiner Sicht die Frage, ob der Bürgermeister seine Sache denn im Griff hat, wenn er wegen einer Baustelle Verstärkung aus Hannover anfordert...
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@Patrik K: Der Bürgermeister kann die Sache nicht im Griff haben , da er zu diesem Thema leider nicht handlungsbefugt ist.Die gesamte Stadtverwaltung ist leider zu diesem Thema nicht handlungsbefugt , da die Gewalt zu diesem Thema bei der Landesbehörde ; Zweigstelle Goslar liegt !Die Stadt Bad Harzburg ist niemandem gegenüber weisungsbefugt in dieser Sache. Der Schuldige , der seine Sache nicht im Griff hat , sitzt bei der Landesbehörde und nicht in Bad Harzburg. Siehe Bericht der GZ vom Dienstag / Mittwoch ganzseitig zu diesem Thema. MFG
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