Bad Harzburg

Debatte um Sicherheit in Kindertagesstätten entfacht erneut

05.03.2010
Von Nina Wodicka

Debatte um Sicherheit in Kindertagesstätten entfacht erneut

BAD HARZBURG. Die Diskussion um die Sicherheit in den Bad Harzburger Kindertagesstätten ist auf der Jugendausschusssitzung am Donnerstag erneut entbrannt. Schließlich nickte das Gremium eine Beschlussvorlage der SPD und WTD/Elsenbruch einstimmig ab.

Mit einem Antrag, die Eingangstüren aller Kindergärten zu verschließen und damit ein Betreten nur nach Einlass durch die Mitarbeiterinnen zu ermöglichen, reagierte die WTD/E auf einen „Kontrollbesuch“ von CDU-Ratsherr Jürgen Ramscheid. Dieser hatte sich eigenen Aussagen nach mehrere Minuten lang unbefugt in der Kita Harlingerode aufgehalten, ohne angesprochen worden zu sein.

Sabine Schulz (Grüne) sieht hingegen keinen Handlungsbedarf: „In all den Jahren ist weder in den Kindergärten noch in den Grundschulen jemals etwas passiert. Die Kinder sind in den Einrichtungen sicher“, sagte sie.

Dieses Argument ließ SPD-Fraktionsmitglied Michael Bothe nicht gelten. Seine Erfahrungen als Polizeibeamter im Landkreis Goslar würden belegen, dass Fälle von unbefugtem Eindringen in Schulen durchaus vorkommen. Die Sozialdemokraten legten einen Antrag zur Erarbeitung eines Sicherheitskonzeptes vor, das dem Jugendausschuss im Herbst vorgestellt werden soll. Fachleute sollen sich jede einzelne Tagesstätte und Grundschule ansehen und individuelle Sicherheitslücken aufdecken.

Nach dem Vorschlag von Hans-Peter Dreß (CDU), die Anträge der WTD/E und SPD zu verknüpfen, nickten die Ausschussmitglieder die neue Beschlussvorlage einstimmig ab. Neben der Erstellung des Sicherheitskonzeptes sollen die Kitas demnach „ausreichend gegen das unerlaubte Betreten Unbefugter gesichert werden“.

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