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Bad Harzburg
Zahl der Zugverbindungen in die Kurstadt droht zu schrumpfen
BAD HARZBURG. Der Bahnhof wird endlich „aufgerüstet“, jetzt drohen schwere Einbrüche in den Zugfolgen, die die Kurstadt ansteuern. Die Strecken von Hannover und Kreiensen nach Bad Harzburg könnten ab 2011 nur noch im Zwei-Stunden-Takt statt wie bisher stündlich bedient werden. In Nord- und Oberharz formiert sich Widerstand.
Hintergrund für das drohende Dilemma: Der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) sieht es als unsicher an, ob das Land Niedersachsen wie in den Vorjahren weiter einen Zuschuss gewährt. Geschieht dies nicht, sollen Strecken nicht mehr so regelmäßig befahren werden. Im Entwurf des Fahrplans 2011 sind die Kursbuchstrecken 320 (Hannover-Bad Harzburg) und 354 (Bad Harzburg-Kreiensen) mit entsprechenden „Finanzvorbehalten“ versehen worden.
Sollte kein Zuschuss des Landes fließen, würde 2011 nur noch jeder zweite Zug aus Hannover bis Bad Harzburg fahren. Für den Rest wäre in Goslar Endstation, Fahrgäste in die Kurstadt müssten umsteigen. Ähnlich wären die Konsequenzen auf der Strecke nach Kreiensen, auch hier droht der 2-Stunden-Takt. Solche Kürzungen würden auch alle Oberharzer Gemeinden treffen, die über den Bahnhof Bad Harzburg an die Schiene angeschlossen seien, heißt es.
Klare Forderungen
Die Forderungen an den ZGB sind eindeutig: Die Verbindungen sollen in jedem Fall beibehalten werden, damit die Attraktivität der Strecken nicht durch vermehrtes Umsteigen weiter leide. Zudem wird für die Abschaffung der Neigetechnikzüge plädiert. Diese könnten weder Gruppen noch Fahrradreisende transportieren, seien eng, laut und unzuverlässig und damit allein dazu angetan, die Zugkraft der Züge weiter zu vermindern.
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